Aktuelles

Orgel Pfleghofkapelle
Orgel in der Pfleghofkapelle © Bachfest 2018

Zwei neue Veranstaltungen

Wir freuen uns über zwei neue Veranstaltungen zum Thema Bach-Forschung im Programm des Bachfestes 2018:

Am Montag, 1. Oktober 2018 gibt Dr. Christine Blanken vom Bach-Archiv-Leipzig Einblicke in das demnächst erscheinende neue „Bach-Werke-Verzeichnis (BWV III)“.

Tags darauf stellt Dr. Jean-Claude Zehnder die editorische Arbeit der im Juli 2018 fertiggestellten neuen Gesamtausgabe der Orgelwerke Bachs bei Breitkopf & Härtel und den Stand der Forschung vor.

Beide Veranstaltungen beginnen jeweils um 17.45 Uhr im Anschluss an das Musikwissenschaftliche Symposion und finden im Pfleghof statt.

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Buchtipp

Ingo Bredenbach über Christoph Wolffs "Johann Sebastian Bach"

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Foto Künstlerische Leiter des Bachfestes
Christian Fischer, Ingo Bredenbach, Philipp Amelung © Andreas Föhl

Bachfest-Programm veröffentlicht

Pressemitteilung

Tübingen, 28. September 2017

93. Bachfest der Neuen Bachgesellschaft e.V. mit 70 Veranstaltungen in Tübingen

Ein Jahr vor Beginn des Bachfestes 2018 in Tübingen hat die Festivalleitung das Programm vorgestellt. Zwischen 28. September und 7. Oktober 2018 gibt es rund 70 Veranstaltungen. Das Thema „Bach bearbeitet“ bildet in diesen zehn Tagen den Mittelpunkt der Aufführungen. Das 93. Bachfest der Neuen Bachgesellschaft e.V. steht unter der Schirmherrschaft des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann und wird unter anderem von der Baden-Württemberg Stiftung gefördert.

„Das Bachfest in Tübingen zu haben, ist eine große Ehre für uns“, sagt die Erste Bürgermeisterin Dr. Christine Arbogast. „Zugleich unterstreicht es die Bedeutung Tübingens als Kulturstadt. Wir freuen uns auf spannende Konzerte und viele Gäste.“

Drei künstlerische Leiter und ein städtischer Projektleiter zeichnen für das Projekt verantwortlich. Christian Fischer, Rektor der Hochschule für Kirchenmusik, sagt: „Das Tübinger Bachfest bietet unter anderem die Chance, das hohe Niveau und die große Kreativität der hiesigen Musikszene auch einem größeren Publikum vorzustellen.“

Ingo Bredenbach, Kirchenmusikdirektor und Kantor der Stiftskirche Tübingen: „Musik ist für mich ein Lebensmittel, also ein Mittel zum Leben, und besonders die Musik Johann Sebastian Bachs ist ein Lebenselixier. Und sich nun mit verschiedenen Dimensionen dieser Musik unter dem Thema ‚Bach bearbeitet‘ zu beschäftigen, weckt in mir große Vorfreude!“

Philipp Amelung, Universitätsmusikdirektor der Eberhard Karls Universität Tübingen: „Aufgrund der Fußläufigkeit nahezu aller Veranstaltungen werden wir die Bach-Atmosphäre im Zentrum Tübingens täglich spüren und genießen können. Nach annähernd fünf Jahren der Vorbereitung freue ich mich, dass dieses große Musikfest nun schon in Sichtweite ist.“

„Das Thema ‚Bach bearbeitet‘ eröffnet zahlreiche Perspektiven“, erklärt der Projektleiter Matthias Ehm. Er zählt einige auf: Johann Sebastian Bach bearbeitet Werke seiner Vorgänger. Bach bearbeitet eigene Werke und Werke seiner Zeitgenossen. Bach wird bearbeitet, einerseits von nachfolgenden Komponisten-Generationen, aber auch durch Instrumentierungen oder Arrangements. Und schließlich: Das musikalische Motiv B-A-C-H wird bearbeitet in unterschiedlichen Variationen. Das aktuelle Bild, das sich Publikum, Kritik und Wissenschaft von Bach machen, wird bearbeitet und neu geschärft durch wissenschaftliche Symposien, Ausstellungen und Filme.

Den Schwerpunkt des Programms bilden die täglichen großen Abendkonzerte. Sie folgen der Chronologie „Vor Bach“, „Bach und seine Zeit“ und „Nach Bach“. Dazu kommen Morgen-, Mittags- und Nachtkonzerte, Sonderkonzerte, Tanz und andere Performances, Filme, Ausstellungen, Vorträge und Meisterkurse. Ein musikwissenschaftliches und ein theologisches Symposium finden statt in Kooperation mit der Eberhard Karls Universität Tübingen. Es gibt Programme zum Mitmachen wie den Chor des Bachfestes sowie Angebote für Kinder und Jugendliche. Einige Projekte haben einen inklusiven Schwerpunkt, darunter ein Kunstprojekt mit der Lebenshilfe Tübingen in der Kulturhalle Tübingen und zwei Projekte, die Bachs Musik für Gehörlose erlebbar machen sollen.

Den Auftakt des Bachfestes bilden ein Festvortrag mit Volker Hagedorn und ein Konzert mit Musik aus dem Altbachischen Archiv. Hagedorn ist Journalist und Autor des Buches „Bachs Welt“. Zum Abschluss des Bachfestes erklingt die h-Moll-Messe, eines der bedeutendsten Werke des Leipziger Thomaskantors und zugleich ein Paradebeispiel für „Bach bearbeitet“: In diesem Werk finden sich zahlreiche Sätze, die Bearbeitungen früherer Werke Bachs darstellen, meist Sätze aus verschiedenen Kantaten. Eine Auswahl dieser Kantaten wird in den Morgenmusiken zu hören sein.

Die musikalische Spannbreite des Bachfestes 2018 reicht von barocken Werken bis hin zu Jazz und zeitgenössischen Kompositionen. So wird auch eine Bach-bezogene Neukomposition Isabel Mundrys mit aktuellen gesellschaftspolitischen Bezügen im Auftrag des SWR Vokalensembles erstmalig in Tübingen aufgeführt.

Zu den Künstlerinnen und Künstlern gehören Stars der nationalen und internationalen Klassik-Szene sowie lokal und regional aktive Musikerinnen und Musiker und Ensembles. Zu den Spezialensembles zählen die Akademie für Alte Musik Berlin, die lautten compagney BERLIN, SWR Vokalensemble, amarcord, Ensemble Polyharmonique, Midori Seiler & friends, das Stuttgarter Kammerorchester, die Württembergische Philharmonie Reutlingen, Ensemble Officium und die Tübinger Sopranistin Sibylla Rubens. Die Orgelvirtuosin und Bachpreisträgerin 2016, Alina Nikitina, tritt ebenfalls auf. Sie ist die Gewinnerin des Sonderpreises des Tübinger Bachfestes, der ihr für die herausragende Interpretation von Werken des Komponisten Max Reger in der Finalrunde des XX. Internationalen Johann-Sebastian-Bach-Wettbewerbs 2016 in Leipzig verliehen wurde.

Das Bachfest 2018 ist ein Kooperationsprojekt der Universitätsstadt Tübingen und der Neuen Bachgesellschaft e.V., die das Bachfest jedes Jahr an eine andere Stadt vergibt. Es findet zum ersten Mal in Tübingen statt. Die Neue Bachgesellschaft hält gleichzeitig an diesem Ort ihre Jahresmitgliederversammlung ab. „Unsere Mitglieder freuen sich, die Bachpflege und ihre Tradition in Tübingen kennenzulernen, und dass das Bachfest dazu beiträgt, renommierte Künstler nach Tübingen einzuladen“, sagt Dr. Andreas Bomba, Direktoriumsmitglied der Neuen Bachgesellschaft e.V. Weitere Kooperationspartner sind die Eberhard Karls Universität Tübingen, die Evangelische Gesamtkirchengemeinde Tübingen und die Hochschule für Kirchenmusik Tübingen.

Das Budget des Bachfestes beläuft sich auf rund 500.000 Euro, wovon die Universitätsstadt Tübingen als Veranstalterin mit etwa einem Drittel den Hauptanteil der Kosten übernimmt. Neben der Veranstalterin und ihren Kooperationspartnerinnen unterstützen folgende Institutionen das Bachfest 2018: Baden-Württemberg Stiftung, Evangelische Landeskirche in Württemberg, Modehaus Zinser, Stadtwerke Tübingen, Kreissparkasse Tübingen, Ritter Sport, Lotto Baden-Württemberg, Verein der Freunde der Tübinger Kultur, Reinhold Beitlich Stiftung und die Johann-Sebastian-Bach-Stiftung Leipzig.

Nicht zuletzt durch dieses Engagement konnten die Ticket-Preise des Bachfestes 2018 im Vergleich mit anderen Festivals niedrig gehalten werden. Neben verschiedenen Abonnements und weiteren Ermäßigungsmöglichkeiten in allen Preiskategorien gibt es zahlreiche Angebote, die kostenfrei genutzt werden können. Auf diese Weise können auch Menschen mit wenig oder gar keinem Einkommen am Bachfest 2018 teilhaben. Der Ticketverkauf erfolgt über das Ticketportal Reservix und beginnt mit der Veröffentlichung des Bachfest-Programms am 28. September 2017.

Ausführliche Programminformationen gibt es im Internet unter www.bachfest-2018.de. Auf Facebook gibt es aktuelle Meldungen unter www.facebook.com/bachfest2018. Gedruckte Programmbroschüren können bestellt werden per E-Mail (bachfest@tuebingen.de) oder telefonisch (07071 204-1341). Sie liegen auch im Tübinger Rathaus aus.

Programmübersicht im Internet

http://www.bachfest-2018.de/de/presse.html

Kartenbestellungen

Internet: https://bachfest-2018-tuebingen.reservix.de

Telefon: 01806 700 733

(20 ct pro Anruf aus dem deutschen Festnetz, 60 ct aus dem deutschen Mobilfunknetz)

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Foto Matthias Ehm
Matthias Ehm © Matthias Ehm privat

Wer macht das Bachfest eigentlich? (4)

Matthias Ehm komplettiert das Bachfest-Leitungsteam. Der Kulturmanager ist Projektleiter im Fachbereich Kunst und Kultur der Universitätsstadt Tübingen. In seinem Büro laufen die organisatorischen Fäden des Bachfestes zusammen. Ebenso ist er für das Marketing, Fundraising und den Vertrieb des Bachfestes zuständig.

Ihm gefällt insbesondere die Vielfalt der Bachfest-Veranstaltungen:

„Wir haben für jeden etwas dabei: Konzerte, Filme, Vorträge und Ausstellungen, Angebote zum Mitmachen wie den Chor des Bachfestes und Programme für Kinder und Jugendliche.

Auch freut es mich sehr, dass wir durch das Engagement von Sponsorinnen und Förderern die Eintrittspreise für das Bachfest vergleichsweise niedrig halten und zahlreiche Programme kostenfrei anbieten können, zum Beispiel die komplette Morgenschiene ‚In den Tag mit Bach‘ oder das Abendkonzert im Rahmen der Tübinger Motette.“

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Wer „macht“ das Bachfest eigentlich? (3)

Prof. Christian Fischer ist der dritte künstlerische Leiter des Bachfestes. Er ist seit 2010 Rektor der Tübinger Hochschule für Kirchenmusik und von Haus aus Chorleiter und Sänger. Bei der Programmplanung des Bachfestes sorgt er u.a. in der Nachtschiene für einen spannenden Mix aus Alter und Neuer Musik, Jazz, Performances und Solorecitals. An der Tübinger Hochschule leitet er den Hochschulchor und unterrichtet Chorleitung, Chorimprovisation und Gemeindesingen.

Von 1993-2010 hat Christian Fischer als Chorleitungsdozent an der Musikhochschule in Leipzig gelehrt und mit dem dortigen Hochschulchor vielfach bei den Leipziger Bachfesten mitgewirkt. Er war u.a. künstlerischer Leiter des Hannoverschen Oratorienchors in Hannover und hat als kommissarischer Chordirektor am Leipziger Gewandhaus gearbeitet. 2009 gründete er das Leipziger Improvisationfestival und ist zudem im Bereich Vokale Improvisation und Jazz/Pop-Chorarbeit aktiv.

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KMD Ingo Bredenbach © Ingo Bredenbach privat

Wer „macht“ das Bachfest eigentlich? (2)

Der Zweite im Bunde der künstlerischen Leiter des Bachfestes 2018 ist Ingo Bredenbach, seit 2010 als Kantor der Stiftskirche Tübingen u.a. verantwortlich für die renommierte Reihe der Tübinger Motette. Diese findet seit 1945 jeden Samstag (außer im August) statt und wird übers Jahr von ca. 20.000 Menschen besucht.

Neben der Leitung der Kantorei der Stiftskirche und des Projektchors „ensemble vocale piccolo“ leitet Ingo Bredenbach mit dem BachChor Tübingen einen der großen Oratorienchöre Tübingens.

Zudem ist er weiterhin Orgel-Dozent an der Hochschule für Kirchenmusik, deren Rektor er von 1998 bis 2009 war.

„Ich freue mich ganz besonders auf das Bachfest 2018 in Tübingen, weil es uns gelungen ist, ein ausgesprochen stringentes Programm zusammenzustellen, das das Thema ‚Bach bearbeitet‘ von vielen Seiten beleuchtet. Ich hoffe sehr, dass es gelingt, den barocken Dreiklang von ‚movere, docere et delectare‘ also von ‚bewegen, belehren und erfreuen‘ Wirklichkeit werden zu lassen.“

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UMD Philipp Amelung © Lena Kern

Wer „macht“ das Bachfest eigentlich? (1)

Den Anfang macht Philipp Amelung, Universitätsdirektor der Eberhard Karls Universität Tübingen und einer der drei künstlerischen Leiter des Bachfest 2018:

Seit April 2011 wirkt Philipp Amelung als Universitätsmusikdirektor an der Eberhard Karls Universität Tübingen. Der Schwerpunkt seiner Tätigkeit liegt in der Arbeit mit den drei Ensembles Collegium Musicum Tübingen, Akademisches Orchester, Akademischer Chor und dem Kammerchor Camerata Vocalis. Daneben ist er mit unterschiedlichen Projekten in das Kulturleben der Stadt Tübingen mit eingebunden. Sein nächstes Großprojekt ist Der frustrierte Jäger - Jommellis Oper in Tübingen, die im November 2017 ihre Premiere feiern wird.

Er freut sich auf die Atmosphäre, die durch das Bachfest 2018 in Tübingen entstehen wird:

„Auf Grund der Fußläufigkeit nahezu aller Veranstaltungen werden wir die Bach-Atmosphäre im Zentrum Tübingens täglich spüren und genießen können. Die Rückmeldungen zahlreicher Bachfreunde lässt einen erheblichen Zuschauerandrang, auch von außerhalb, vermuten. Dieser wird die kleine große Stadt Tübingen für zehn Tage sehr prägen.

Nach annähernd fünf Jahren der Vorbereitung freue ich mich, dass dieses große Musikfest nun schon in Sichtweite ist.“

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Prof. Christian Fischer, UMD Philipp Amelung, KMD Prof. Bredenbach, Matthias Ehm © René Stryja Fotografie)

Wer „macht“ das Bachfest eigentlich?

Das Bachfest 2018 ist ein Kooperationsprojekt. Kooperationspartner sind die Neue Bachgesellschaft e.V., die Universitätsstadt Tübingen, die Eberhard Karls Universität Tübingen, die Evangelische Kirche in Tübingen und die Hochschule für Kirchenmusik Tübingen.

Geleitet wird das Bachfest 2018 von einem Team, bestehend aus drei künstlerischen Leitern und einem organisatorischen Leiter, die sich im Folgenden kurz vorstellen.

 

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